Gesundheitsinfo:
Informationen zur Vorbereitung Ihrer Kenia und Tansaniareise
erlebe-kenia & tansania hat sich im Rahmen der Möglichkeiten bemüht, die Richtigkeit der folgenden Informationen zum Thema Gesundheit sicherzustellen. Dieser Text wurde u.a. von einer sachverständigen Instanz geprüft und korrigiert. Wir raten Ihnen, immer auch selbst Kontakt mit einer medizinischen Stelle aufzunehmen, die mit der Sachlage vertraut ist, um den aktuellen Stand der Dinge zu erfahren.
Kenia und Tansania sind im Prinzip saubere Länder, insbesondere im Vergleich zu anderen afrikanischen Ländern laufen Sie hier weniger Risiko krank zu werden als woanders. Dennoch ist das Risiko in den Ländern zu erkranken größer als zu Hause. Es gibt einfach mehr Bakterien und Krankheitserreger.
Vor der Reise können Sie bereits einige Vorsorgemaßnahmen treffen, diese besprechen wir zuerst. Dann erläutern wir, was Sie vor Ort machen können, um gesund zu bleiben und schließlich erklären wir, worauf Sie achten sollten, wenn Sie wieder zu Hause sind. Mit der richtigen Kenia und Tansania Info steht einer sicheren Kenia & Tansania Rundreise nichts im Wege.
Gesundheitsmaßnahmen vor der Kenia & Tansania Rundreise
Wenn Sie regelmäßig Medikamente nehmen, nehmen Sie die Beipackzettel mit, so dass kein Zweifel aufkommt, dass Sie ein Drogenkonsument sein könnten. Sorgen Sie auch dafür, einen extra Vorrat mitzunehmen, sodass Sie nicht verzweifelt in den Apotheken vor Ort nach einem passenden Mittel suchen müssen, wenn Sie etwas verlieren. Nehmen Sie auch eine englische Bescheinigung Ihres Arztes mit, in dem die Medikamentverordnung bestätigt wird.
Wenn Sie eine Brille oder Kontaktlinsen tragen, sollten Sie die Spezifizierung Ihres Optikers mitnehmen, oder eine extra Brille bzw. ein Paar Kontaktlinsen. Für Schnorchler/Taucher werden bei den Tauchläden/Tauchschulen angepasste Tauchbrillen verkauft (und vermietet).
Sorgen Sie dafür, dass Sie vor Ihrer Reise Kontakt mit einer kompetenten medizinischen Stelle aufnehmen, wie einem Krankenhaus oder in größeren Städten das Gesundheitsamt. Eine Last-Minute-Reise nach Tansania und Kenia ist für einen gesunden Menschen kein Problem; zur Not können Sie auf dem Flughafen noch zu einer Travel Clinic oder dem medizinischen Dienst gehen. Nehmen Sie auf jeden Fall immer Ihren Impfpass mit, wenn Sie einen haben.
Natürlich ist es besser, die Impfungen schon lange im Voraus zu regeln. Dabei ist wichtig, dass die Einrichtung an die Sie sich wenden (z. B. Tropeninstitut, Hausarzt oder Krankenhaus) Mitglied der Ländlichen Ratgeberzentrale für Reisende ist (www.ratgeberzentrale.de). Diese Organisation stellt sicher, dass die angeschlossenen Einrichtungen auf dem Gebiet von Impfungen und Krankheitsprävention in den Tropen auf dem neuesten Stand sind. Die Preise für Impfungen können verschieden sein; es kann sich lohnen sich ein bisschen umzuschauen.
Websites Kenia & Tansania Info:
Institut für Tropenmedizin Berlin, www.charite.de/tropenmedizin
Tropenmedizin der Ludwig-Maximilians-Universität München, www.tropinst.med.uni-muenchen.de
Tropenklinik Paul-Lechler-Krankenhaus Tübingen, http://www.tropenklinik.de/
Den reisemedizinischen Infoservice mit viele Ratschlägen und Tipps finden Sie unter fit-for-travel.de.
Internationale Webseiten zur Kenia & Tansania Info:
www.tripprep.com
Nachstehend geben wir Ihnen bündige Informationen über oft vorkommende Krankheiten, die sich nach gesunden, nicht-schwangeren Reisenden, die nicht länger als 1 Monat in Kenia und Tansania bleiben, richten. Stellen Sie selber sicher, dass Sie aktuelle Informationen für Ihre eigene Situation erhalten.
Malaria
Malaria kann immer noch vorkommen auf einer Kenia und Tansaniarundreise, vor allem beim Lake Victoria, im Binnenland und auf Sansibar. Nairobi und die meisten Wildparks liegen auf über 1200 Meter Höhe und hier können die Malariamücken nicht überleben. Für Rat über die Einnahme von eventuellen Prophylaxen (Malariapillen) nehmen Sie bitte Kontakt mit einer der oben genannten Instanzen bzw. mit Ihrem Hausarzt auf.
Neben einer eventuellen Prophylaxe empfehlen wir Ihnen, auch die folgenden risikobeschränkenden Maßnahmen zu treffen: Abends Arme, Beine und Füße bedecken, ein Mückenmittel mit DEET und ein Mückennetz benutzen, das Sie eventuell mit einem mückentötenden Mittel imprägnieren können. Sorgen Sie auch dafür, dass Sie etwas dabei haben um das Mückennetz aufzuhängen; zum Beispiel ein Tau und einen Haken oder Korkenzieher (Wie ein Schweizer Taschenmesser). Wenn Sie trotz der nötigen Vorsorgemaßnahmen dennoch auf einmal Fieber bekommen, das länger als zwei Tage anhält, sollten Sie zu einem Arzt gehen, um Malaria auszuschließen. Das gilt bis zu zwei Monaten nach Ihrer Rückkehr in Deutschland.
Impfungen
Sie sollten sich vor Ihrer Reise über eventuelle Pflichtimpfungen bei Ihrem Hausarzt oder unter den oben genannten Adressen erkundigen. Impfungen gegen DTP (Diphtherie, Tetanus und Polio, ca. 10 Jahre gültig) und Hepatitis A werden empfohlen. DTP haben die meisten Menschen bereits in ihrer Jugend erhalten. Nach einer Wiederholungsspritze brauchen Sie sich darum erst mal nicht mehr zu kümmern. Die reguläre Hepatitis A Impfung hat eine begrenzte Wirkungsdauer, darum muss sie kurz vor der Reise gespritzt werden. Wenn Sie häufiger oder für längere Zeit in Länder reisen, in denen Hepatitis A vorkommt, können Sie erwägen eine Langzeit-Impfung zu nehmen, wie zum Beispiel Havrix. Denken Sie allerdings daran, dass diese Impfstoffe teuer sind und nach 6 Monaten eine Wiederholungsimpfung durchgeführt werden muss. Eine Impfung gegen Bauchtyphus wird empfohlen, wenn Sie länger als 3 Monate nach Kenia oder Tansania reisen. Die Impfung gegen Gelbfieber wird für Kenia und Tansania vom Auswärtigen Amt empfohlen und ist nur dann Pflicht, wenn Sie aus einem Gelbfiebergebiet nach Kenia/Tansania einreisen.
Gesundheit vor Ort
Neben der Beachtung der für Ihre Situation passenden Impfungen und der Fürsorge, dass Sie vor Ihrer Reise so gesund wie möglich sind, ist es natürlich wichtig zu verhindern, dass Sie vor Ort krank werden. Seien Sie vor Ort sehr aufmerksam: Wenn Sie nicht sicher sind, was Sie haben, suchen Sie vor Ort den Rat eines Arztes.
Jetlag
Jetlag ist das Durcheinanderbringen Ihrer "biologischen Uhr", u.a. des Schlaf-Wach-Rhythmus, das durch den Flug über mehrere Zeitzonen entsteht. Die ersten Tage nach dem Flug muss sich der Körper an den neuen Biorhythmus gewöhnen, dadurch können Sie sich müde oder benommen fühlen.
Tipps zur Überwindung des Jetlags:&
nbsp;Es ist ratsam, im Flugzeug wenig Kaffee oder Alkohol zu trinken und nach Ankunft die ersten zwei, drei Tage nicht zuviel von sich zu verlangen. Weiterhin ist es empfehlenswert, sich so schnell wie möglich an den neuen Schlafrhythmus zu gewöhnen. Wir persönlich schlafen meistens nach der Ankunft ein paar Stunden und bleiben dann bis zur (Kinder)-Schlafenszeit wach.
Durchfall
Veränderung des Rhythmus, des Klimas und der Nahrung (besonders scharfes Essen) können Ihren Darm durcheinander bringen. Solange dies nur gepaart ist mit „dünner Entlastung“ ohne Nebenerscheinungen, können Sie sich am besten ein wenig Ruhe gönnen und dafür sorgen, dass Sie genug trinken. Sie können eventuell eine ORS-Lösung (Orales Rehydrations-Salz) in Wasser aufgelöst einnehmen, sodass Sie nicht austrocknen. Dies ist besonders für Kinder und ältere Urlauber wichtig. Wenn Sie reisen müssen, können Sie auch Loperamide einnehmen (nicht geeignet für Kinder unter 2 Jahre). Dieses Mittel legt die Peristaltik (natürliche Bewegung der Därme) lahm, sodass es sich so anfühlt, als wenn die Diarrhö vorbei wäre. Gebrauchen Sie es aber nur, wenn Sie nicht häufig zur Toilette gehen können, also z.B. wenn Sie reisen müssen. Sollte die Diarrhö länger als zwei Tage anhalten, oder Nebenerscheinungen wie Fieber, Blut im Stuhlgang oder andere Dinge auftreten, nehmen Sie Kontakt mit einem Arzt auf, dann kann mithilfe von Labortests untersucht werden, ob es Grund zur Sorge gibt. Die medizinischen Einrichtungen in Nairobi, Moshi und Arusha sind im Allgemeinen sehr gut. Man ist hier allerdings eher geneigt, Antibiotika zu verabreichen als in Deutschland. Sie werden so meistens Ihre Krankheit los, aber das kann andere Verdauungsprobleme mit sich bringen, da Ihre Darmflora vernichtet ist.
Vorsorge gegen Durchfall
Trinken Sie nur Wasser aus abgeschlossenen/versiegelten Flaschen oder Dosen, oder Getränke, die aus gekochtem Wasser zubereitet wurden, wie Tee oder Kaffee. Eiswürfel sind am ehesten vertrauenswürdig, wenn es runde Kugeln mit Löchern in der Mitte sind. Fruchtsaft ist nur sicher, wenn kein Wasser zugefügt wurde.
Nahrung, vor allem Fleisch und Fisch, muss gründlich gekocht oder gebacken sein. Von westlichen Salaten, die in Salad-Bars oder teuren Hotels gebräuchlich sind, ist im Allgemeinen abzuraten. Hamburger sind (eigene Erfahrung) im Allgemeinen eher risikoreich als das Fleisch, das die lokale Bevölkerung isst. Gegen alle Erwartung ist es im Allgemeinen sicher, bei Straßenständen zu essen. Essen Sie hauptsächlich dort, wo viel Betrieb ist: Die Umlaufgeschwindigkeit, mit der das Essen zubereitet und gegessen wird, ist dann hoch, was der Hygiene zu Gute kommt. Achten Sie allerdings darauf, wie die Teller, Gläser und das Besteck abgewaschen werden. Oft gibt es kein fließendes Wasser und wird in einem Eimer gewaschen, der in der Sonne steht. In diesem Fall ist es schlauer, sich nach einer anderen Gaststätte umzuschauen. Auch Restaurants, bei denen Sie gut sehen können, dass es sauber ist, sind anzuraten. Was die Straßenstände betrifft, ist es klug, später am Tag kein Fleisch mehr zu essen, das hat dann manchmal den ganzen Tag ungekühlt gelegen. Ein bewährtes Hausmittel gegen Diarrhö ist das Trinken von Cola und Brühe (nicht unbedingt gleichzeitig). Cola kann man beinahe überall kaufen, und Brühe und einen kleinen Spiralwasserkocher können Sie aus Deutschland mitnehmen.
Bilharziose
Beugen Sie einer Infektion vor, indem Sie nicht in stillstehenden Wasser schwimmen.
Kenia & Tansania Info: noch ein paar (semi-)medizinische Tipps zur Kenia und Tansania Rundreise
Hautpflege
Nehmen Sie kleine Wunden in den Tropen ernst. Beobachten und desinfizieren Sie sie und kleben Sie tagsüber eventuell ein Pflaster drauf. Kratzen Sie Mückenstiche nicht auf.
Schützen Sie Ihre unbedeckte Haut immer mit einer Sonnencreme mit hohem Sonnenschutzfaktor, auch in der Regenzeit. Lassen Sie beim Schnorcheln ruhig Ihr T-Shirt und Ihre (kurze) Hose an!!. Sehr wichtig auf einer Kenia und Tansania Rundreise. Die Sonne ist unglaublich stark am Äquator, auch wenn es bewölkt ist.
Tragen Sie keine grell gefärbte oder schwarze Kleidung und kein starkes Parfüm, Deo oder Aftershave, um stechende Mücken auf Distanz zu halten. (Sorgen Sie also dafür, dass Sie nicht zu sehr einer Blume ähneln). Wenn Sie schnell Hautirritationen bekommen, ist es am besten, Kleidung aus Baumwolle oder Leinen zu tragen, darin schwitzen Sie nicht so schnell. Sie können sich eventuell nach der morgendlichen Reinigung einpudern, um Ausschlag zu vermeiden (prickly heat).
Waschen oder desinfizieren Sie ihre Hände nach jedem Toilettenbesuch und kauen Sie lieber nicht an den Nägeln.
Insbesondere in der Trockensaison ist es möglich, eine Zecke zu bekommen (in den europäischen Wäldern ist die Chance größer). Kontrollieren Sie morgens und abends Ihren Körper, insbesondere die Kniekehlen und Leisten. Wenn Sie eine finden, betäuben Sie das Tier dann nicht mit Alkohol, sondern benutzen Sie lieber eine Zeckenzange (in deutschen Apotheken erhältlich) oder gehen Sie zu einem Arzt vor Ort. Wenn nach dem Besuch eines Waldgebietes unerklärte (kreisförmige) Blutergüsse auftreten, sollten Sie sich an einen Arzt wenden.
Sonnenstich
Vermeiden Sie einen Sonnenstich auf Ihrer Kenia & Tansania Rundreise, indem Sie einen Hut o.ä. und eventuell eine Sonnenbrille tragen. Sorgen Sie dafür, dass Sie immer eine Flasche Wasser mithaben, vor allem, wenn Sie in die Natur gehen, und nicht schnell Trinkwasser zur Hand haben. Wenn Sie einen Sonnenstich vermuten (bei Schwindelgefühlen oder Kopfschmerzen): Trinken Sie etwas, setzen Sie sich in den Schatten und bleiben Sie wenn möglich dort.
Gesundheit nach der Heimkehr von der Kenia und Tansania Rundreise
WICHTIG!
Wenn Sie nach Ihrer Rückkehr (und das kann u. U. Monate später sein), Fieber, Magen- bzw. Darmschmerzen oder andere Beschwerden haben, die Sie nicht mit einer bestimmten Ursache in Verbindung bringen können: Nehmen Sie mit Ihrem Hausarzt Kontakt auf und melden Sie wie lange und wo Sie in Kenia und Tansania waren und was Sie dort getan haben. Wenn Sie viel Kontakt mit den Einheimischen hatten ist es vernünftig einen Mantoux-Test machen zu lassen (TBC).